Brauchtumsbezeichnung
Sautanz
Ereignis
-
Jahreszeit
Winter
Bezirk
Alle
PLZ
-0
Gemeinde
-
Beschreibung
Zwischen Jahresende und Fasching wird geschlachtet. Der „Sautanz“ ist auch heute, wo der Schweinsbraten auf den Mittagstischen eine Selbstverständlichkeit ist, eine festlich-fröhliche Angelegenheit für Familie und Nachbarschaft.
In Neusiedl am See gibt es für die Helfer die berühmte „saure Leber“, das Schwartlzeug, warme Blunzn, Schnitzl, Braten und Salat. Aber auch die „Schmerkrapfen“ (Schmalzkrapfen) dürfen nicht fehlen und besonders begehrt sind die „Grammelpogatscherln“. Aufgenommen wurde der Brauch von den Künstlern des Atelierhauses in Neumarkt an der Raab, wo auch Politiker und andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens eingeladen werden. Man sagt, „das alte Jahr, verkörpert durch eine wohlgemästete Sau, wird gefressen“ und die Arbeit des neuen konzipiert.
In der Gegend um Ollersdorf und Stegersbach ist es noch üblich, dass, während alle schwer beschäftigt sind, der Sauschädel gestohlen wird; zum Schmaus werden dann die Bestohlenen „eingeladen“. In Stegersbach ist auch das „Sauschädlessen“ in einem Gasthof ein Brauch des Jahreswechsels.
Auf den Rezeptseiten der Lokalzeitungen tauchen um diese Zeit „Spezialrezepte für einen Sautanz auf burgenländisch“ auf; etwa in dieser Abfolge:
„1. Schweinsbratwurst nach Hausmacherart;

2. Haussulz;

3. Blutwurst nach Hausmacherrezept.“

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