Brauchtumsbezeichnung
Allerseelen
Ereignis
Allerseelen
Jahreszeit
Herbst
Bezirk
Alle
PLZ
-0
Gemeinde
-
Beschreibung
In der Nacht von Allerheiligen (1. November) auf Allerseelen (2. November) gibt es in Neumarkt im Tauchental und in Mannersdorf an der Rabnitz das „Armenseelenausläuten“. Nach dem „Ersten Läuten“ um 19 Uhr gehen die Buben in ein eigenes, streng geheim gehaltenes Quartier (ähnlich wie in anderen Orten die Ratscherbuben in der Karwoche), weil sie zwischen drei und vier Uhr früh mit allen Glocken „Armenseelenläuten“. Geschlafen wird dazwischen natürlich wenig, es gibt „a Hetz“ und vor allem „geht man geistern“, die Großen „schrecken“ die Kleinen. Am Allerseelentag oder kurz darauf (oft am Sonntag nach Allerseelen) gehen die Buben in die Häuser und sagen: „Die Armenseelenausläuter tatn ah schön bittn um a paar Schilling!“ Für die erhaltene Gabe danken sie mit „Vergelt’s Gott Allerheiligen!“
Überall hat sich schon vor Allerheiligen der Friedhof in ein Meer von Grün und Blumen verwandelt und es herrscht ein lebhaftes Kommen und Gehen. Man zündet eine Kerze an und verweilt im stillen Gebet.
Auch an den Gefallenen-Ehrenmälern liegen Kränze und brennen Lichter. Vielfach wird wie in Deutschkreutz eine Kriegerehrung veranstaltet.
An den wichtigeren Straßen stehen an Punkten, wo Verkehrsunfälle passiert sind, die einfachen weißen Holzkreuze, errichtet von den Kraftfahrerorganisationen: zum Gedächtnis an die Verunglückten, zur Mahnung an die Lebenden.

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