Brauchtumsbezeichnung
Abrüsterparty
Ereignis
Wehrdienst
Jahreszeit
Ganzjährig
Bezirk
Alle
PLZ
-0
Gemeinde
-
Beschreibung

In fast allen Kasernenorten ist es üblich, den Termin des „Abrüstens“, meist schon einige Zeit vorher, mit einer „Abrüsterparty“ (Güssing) zu feiern. Dabei und am Abrüstungstag selbst setzt man Juxhüte aus Papier oder Stroh auf, die mit Ausschnitten (Pinupfotos) oder Textmontagen (z. B. „Kasern ade!“) aus Illustrierten geschmückt werden.
Die Soldaten einer Kaserne tun sich zusammen und veranstalten – wobei die Kosten auf alle, auch auf die nicht Teilnehmenden, aufgeteilt werden – meist an einem Samstag in einem Gasthof die Party. Sie verpflichten eine Kapelle – entweder eine nur modern, meist aber auch „volkstümlich“ spielende Combo. Zu dieser Tanzveranstaltung werden die eigenen, aber auch „fremde“ Mädchen eingeladen.
Die Abrüsterparty dauert bis zum Morgen – die Soldaten bekommen dafür „Überzeit“. Von den Offizieren und Unteroffizieren sind einige dabei, aber nicht alle und vor allem nicht offiziell. Bekannt ist ja das Bild der Züge, mit denen die Abgerüsteten in ihre Heimatorte fahren – voll ziemlich angeheiterter Burschen, die singen und Scherze treiben, „aufgeputzt“ mit komischen Kopfbedeckungen, Bändern und meist riesigen Scherz-„Auszeichnungen“.

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