< September 2018 >
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Brauchtum

Bauernregeln sind aus Beobachtung nacheinander folgender Umstände entstanden und wurden über Generationen weitergegeben. Eine Bauerregel versucht, aus bestimmten Wetterlagen Vorhersagen und Rückschlüsse auf später kommende Ereignisse zu treffen.

Die meisten befassen sich mit der mittelfristigen Wettervorhersage, zum Beispiel ausgehend vom Wetter oder anderen natürlichen Ereignissen an bestimmten Lostagen eines Monats oder dem Wetter eines ganzen Monats.

 

Der Monat September

Im September bringt man das zweite Heu - auch Gummet genannt -in die Scheunen. Auf dem Feld wird der Winterroggen angebaut. Der große Viehabtrieb von den Almen wird ein feierliches Ereignis. Im Garten können Spätkartoffeln und -möhren geerntet werden. Äpfel, Birnen und Holunder sind jetzt reif. War es ein ertragreiches Jahr, beginnt für die Bauern die schönste Zeit: Alle Früchte sind geerntet, die Scheunen mit Futter für die Tiere, die Silos mit Getreide, die Vorratskammern mit Obst und Gemüse gefüllt .... 

 

Lostage

1.
  • Ist Ägidi ein heller Tag, ich dir einen schönen Herbst ansag.
  • Wie das Wetter am Ägiditag, bleibt's den ganzen Monat.
  • Wenn St. Ägidius bläst ins Horn, so heißt es, Bauer säe dein Korn.
5.
  • Lorenz im Sonnenschein, wird der Herbst gesegnet sein.
6.
  • Wie das Wetter am Magnustag, so es 4 Wochen bleiben mag.
7.
  • Ist Regine warm und wonnig, bleibt das Wetter lange sonnig.
8.
  • An Mariä Geburt fliegen die Schwalben furt.
  • Wie sich's Wetter an Mariä Geburt verhält, ist`s weitere 4 Wochen bestellt.
9.
  • Bringt St. Gorgon Regen, folgt ein Winter mit wenig Segen.
  • Ist`s St.Georgon schön, so wird man 40 schöne Tage sehn.
11.
  • Wenn's an Protus nicht näßt, ein dürrer Herbst sich erhoffen läßt.
12.
  • An Mariä Namen kommen die Schwalben zusammen.
14.
  • Ist`s hell am Kreuzerhöhungstag, so folgt ein strenger Winter nach.
15.
  • An Sankt Cyprian zieht man oft schon Handschuh' an.
16.
  • St. Ludmilla, das fromme Kind, bringt Regen gern und Wind.
18.
  • Lamberti nimm Kartoffeln raus, doch breite ihr Kraut auf dem Felde aus.
  • Auf Lambert hell und klar, folgt ein trocken Jahr.
21.
  • Tritt Matthäus ein, soll die Saat vollendet sein.
  • Matthäuswetter hell und klar, bringt guten Wein im nächsten Jahr.
  • Wenn Matthäus freundlich schaut, man auf gutes Wetter baut.
22.
  • Ist St. Moritz hell und klar, stürmt der Winter, das ist wahr.
  • Gewitter um Mauritius, bringen Schaden und Verdruß.
23.
  • Stellt sich am Herbstanfang viel Nebel ein, wird viel Schnee im Winter sein.
24.
  • Septemberwärme dann und wann, zeigt strengen Winter an.
25.
  • Nebelt's an St. Cleophas, wird der ganze Winter nass.
26.
  • Der Kosmas und der Damian, die zünden alle Lichter an.
27.
  • Wenn Hiltrud im Kalender steht, wird nocheinmal das Gras gemäht.
28.
  • Kommt Wenzeslaus mit Regen an, werden wir Nüsse bis Weihnachten han.
29.
  • Sind um Michael die Vögel noch hier, haben bis Weihnacht lind Wetter wir.
  • Um Michaeli in der Tat, gedeiht die beste Wintersaat.
  • Regnet's sanft an Michaelstag, sanft auch der Winter werden mag.
30.
  • Von Michel und Hieronymus, mach`aufs Weihnachtswetter den Schluß