< November 2018 >
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Brauchtum

Bauernregeln sind aus Beobachtung nacheinander folgender Umstände entstanden und wurden über Generationen weitergegeben. Eine Bauerregel versucht, aus bestimmten Wetterlagen Vorhersagen und Rückschlüsse auf später kommende Ereignisse zu treffen.

Die meisten befassen sich mit der mittelfristigen Wettervorhersage, zum Beispiel ausgehend vom Wetter oder anderen natürlichen Ereignissen an bestimmten Lostagen eines Monats oder dem Wetter eines ganzen Monats.

 

Der Monat November

Der November ist der Vorbote zur Winterzeit. Die Zugvögel sind bereits gen Süden gezogen, die Bäume verlieren ihr Kleid. Am Morgen mischt sich die nächtliche Kälte mit den Nebelschwaden zu einem mystischen Bild. Einige Tiere sind kurz vor dem Winterschlaf, einige Menschen werden melanchonisch

 

Lostage

1. November: Allerheiligen

  • Bringt Allerheiligen einen Winter, so bringt Martini (11. November) einen Sommer.
  • Allerheiligen bringt Sommer für alte Weiber, der ist des Sommers letzter Vertreiber.
  • Ist’s zu Allerheiligen rein, tritt Altweibersommer ein.

2. November: Allerseelen

  • Der Allerseelentag will drei Tröpfle Regen ha’n.
  • Um Allerseelen kalt und klar, macht auf Weihnacht alles starr.

3. November: St. Hubertus

  • Bringt Hubertus Schnee und Eis, bleibt’s den ganzen November weiß.

4. November: St. Karl

  • Wenn’s an Karolus stürmt und schneit, dann lege deinen Pelz bereit.

6. November: St. Leonhard

  • Wenn auf Leonhardi Regen fällt, ist’s mit dem Weizen schlecht bestellt.
  • Wie’s Wetter an Lenardi ist, bleibt’s bis Weihnachten gewiss.
  • Nach der vielen Arbeit Schwere, an Leonhardi die Rösser ehre.

11. November: St. Martin

  • Wenn an/nach Martini Nebel sind, wird der Winter meist gelind.
  • Ist Martini klar und rein, bricht der Winter bald herein.
  • Hat Martini einen weißen Bart, wird der Winter lang und hart.
  • Wenn die Martinsgänse auf dem Eise geh’n, muss das Christkind im Schmutze steh’n.
  • Wenn’s Laub nicht vor Martini fällt, kommt eine große Winterkält’.
  • Sankt Martin Sonnenschein, tritt ein kalter Winter ein.

15. November: St. Leopold

  • Der heilige Leopold ist oft noch dem Altweibersommer hold.

17. November St. Gertrud

  • Tummeln sich an Gertrud die Haselmäuse, ist es weit mit des Winters Eise.

19. November: St. Elisabeth

  • Sankt Elisabeth zeigt an, was der Winter für ein Mann.
  • Es kündigt die Elisabeth, was für ein Winter vor uns steht.

21. November: Mariä Tempelgang (Mariä Opferung)

  • Mariä Opferung hell und rein, bringt einen harten Winter rein.
  • Mariä Opferung klar und hell, naht ein strenger Winter schnell.

22. November: St. Cäcilia

  • Die heilige Cäcilie mit Dank, setzt sich auf die Ofenbank.
  • Wenn es an Cäcilia schneit, ist der Winter nimmer weit.

23. November: St. Clemens/Klemens

  • Dem heiligen Klemens traue nicht, denn selten zeigt er ein mild’ Gesicht.

25. November: St. Katharina

  • Wenn kein Schneefall auf Kathrein is’, auf Sankt Andreas (30. November) kommt er g’wiss.
  • Ist an Kathrein das Wetter matt, kommt im Frühjahr spät das Blatt.

26. November: St. Konrad

  • An Konrad steht kein Mühlenrad, wer der ja immer Wasser hat.

30. November: St. Andreas

  • Andreas, hell und klar, verspricht ein gutes Jahr
  • Wirft herab Andreas Schnee, tut’s den Korn und Weizen weh.
  • Wenn kein Schneefall auf Kathrein (25.11) ist, auf Sankt Andreas kommt er g’wiss.
  • Hält Sankt Andrä den Schnee zurück, so schenkt er reiches Saatenglück.