< Mai 2018 >
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brauchtum

 

Bauernregeln sind aus Beobachtung nacheinander folgender Umstände entstanden und wurden über Generationen weitergegeben. Eine Bauerregel versucht, aus bestimmten Wetterlagen Vorhersagen und Rückschlüsse auf später kommende Ereignisse zu treffen.

 

Die meisten befassen sich mit der mittelfristigen Wettervorhersage, zum Beispiel ausgehend vom Wetter oder anderen natürlichen Ereignissen an bestimmten Lostagen eines Monats oder dem Wetter eines ganzen Monats.

 

 

Bauernregeln (Mai)

  • Donner und Fröste im Wonnemond, Müh’ und Arbeit wenig lohnt.
  • Ist der Mai recht heiß und trocken, kriegt der Bauer kleine Brocken.
  • Ist der Mai kühl und nass, füllt’s dem Bauern Scheun’ und Fass.
  • Wenn im Mai die Wichteln schlagen, läuten sie von Regentagen.
  • Regen im Mai bringt fürs ganze Jahr Brot und Heu.
  • Gewitter im Mai bringen Früchte herbei.
  • Ein Bienenschwarm im Mai ist wert ein Fuder Heu.
  • Mairegen bringt Segen.
  • Ein kühler Mai wird hochgeacht’, hat stets ein gutes Jahr gebracht.
 
Lostage
 

1.

  • Auf Philippi und Jakob folgt ein großer Erntesegen.
  • An Jacobi heiß und trocken, kann der Bauersmann frohlocken.
  • Windet`s am ersten Mai, dann das ganze Jahr.
  • Ist die Hexennacht voll Regen, wird's ein Jahr mit reichlich Segen.

2.

  • Gewitter Anfang Mai, dann ist der April vorbei.

4.

  • Der Florian, der Florian, noch einen Schneehut tragen kann.
  • St. Florian, St. Florian, verschon' mein Haus, zünd andere an.

5.

  • Regen zu Christi Himmelfahrt, macht dem Bauern die Erde hart.
  • Regnet es am Himmelfahrtstag, der Weinbauer klagen mag.

7.

  • Wenn sich naht St. Stanislaus, rollen die Kartoffeln raus.
  • Wenn Tränen weint der Stanislaus, werden blanke Heller draus.

8.

  • Wie Christus in den Himmel fährt, zehn Sonntag so das Wetter währt.

10.

  • Florian und Gordian richten oft noch Schaden an.
  • Gordian - man nicht trauen kann.
   Eisheilige:
  • Mamerz, Pankraz, Servazi, das sind drei Lumpazi.
  • Pankrazi, Servazi, Bonifazi, sind drei frostige Bazi, und am Schluß fehlt nie die kalte Sophie.

11.

  • Der heilige Mamerz hat von Eis ein Herz.
  • Mamertus und Pankratius und hinterher Servatius sind gar gestrenge Herrn.

12.

  • Pankratius und Servatius bringen Kält`oft und auch Verdruß.
  • Pankraz und Urban (25.Mai) ohne Regen, bringen großen Erntesegen.

13.

  • Servatius Mund der Ostwind ist, hat manch Blümlein totgeküßt.
  • Servaz und Sophie muß vorüber sein, will der Bauer vor Nachtfrost sicher sein.
  • Vor Servati kein Sommer, nach Servati kein Frost.

14.

  • Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.

15.

  • Oft hat Sophie Frost gebracht und manche Pflanze totgemacht.
  • Die kalt' Sophie, die bringt zum Schluß, ganz gern noch einen Regenguß.

16.

  • Heiliger Johann Nepomuk, treib uns die Wassergüss zurück.
  • Der Nepomuk uns das Wasser macht, daß uns ein gutes Frühjahr lacht.

21.

  • Wie zu Dreifaltigkeit das Wetter fällt, es bis zum Monatsende anhält.
  • Ist Dreifaltigkeit klar und hell, wächst der Hafer schnell.

24.

  • Magdalena weint um ihren Herrn, drum regnet's an ihrem Tage gern.
  • Lein, gesät an Esthern, wächst am allerbesten.

25.

  • St.Urban hell und rein, segnet die Fässer ein.
  • Wie es sich um St.Urban verhält, so ist`s noch 20 Tage bestellt.
  • Die Witterung an St. Urban, zeigt des Herbstes Wetter an.
  • Wie's Wetter am Sankt Urbanstag, so der Herbst wohl werden mag.
  • Scheint die Sonne am Urbanitag, wächst guter Wein nach alter Sag'.

29.

  • Wieviel Tage vor Fronleichnam Regen, soviel Tage hinterher.

30.

  • Sankt Wigand, dieser böse Tag, zuletzt noch Nachtfrost bringen mag.
  • St.Wigand, dieser böse Mann, oft noch Fröste bringen kann.

31.

  • Ist es klar an Petronell, meßt den Flachs ihr mit der Ell`.
  • Auf Petronellentag Regen, wird sich der Hafer legen.
  • Wer erst Hafer sät an Petronell, dem wächst er gerne, gut und schnell.